Der Markt - kasendorf.net

Zur Deutung des Ortsnamens

Während Freiherr Erich v. Guttenberg "Kazendorf" (1286), "Cassendorf" (1385)
bzw. "Kazenstatt" (1427, 1466) von einem fränkischen Personennamen Cazo ableitet,
geht eine neuere Deutung durch Ernst Schwarz von einem slawischen Gründer Kazi, Kazan
oder Kazimir aus.
Einen Zusammenhang mit dem östlich von Kasendorf gelegenen "Katzenstein", durch den
Wilhelm Müller zu einer Deutung des Ortsnamens als eines Typennamens gelangt, welcher
die Lage des Ortes "im Winkel" zu Füßen des Turmbergs (=Katzenstein) beschreibt, lehnt
Ernst Schwarz hingegen aus sprachgeschichtlichen Gründen ab.

Die Aufnahme der Katze in den Wappenschild des Marktes dürfte ein heraldisches
Missverständnis darstellen. Die von Dr. Ruprecht Konrad vorgeschlagene Deutung als
Panther, dem Wappentier der Walpoten, ist eine neuere, interessantere Deutung.


 

Der Markt Kasendorf führt ein Wappen.

Die Beschreibung dieses Wappens lautet:

Kasendorf, Markt (Landkreis Kulmbach).

Wappen: Gespalten: vorne geviert von Silber und
Schwarz; hinten in Blau eine am Spalt hochkletternde, herschauende silberne Katze. - Die Siegelführung des 1328 mit Markt- und Stadtrecht begabten Ortes wird 1355 urkundlich erwähnt. Das durch Abdrucke bekannte älteste Siegel entstand aber erst im frühen 15. Jahrhundert.


Es enthält gleich den Wappenabbildungen von 1581 und 1767 den heutigen
gespaltenen Schild. Die Vierung betont die Ortsherrschaft der Burggrafen von Nürnberg seit 1307, Die Katze soll auf den Namen anspielen, der früher "Kazendorf" bzw. "Kazenstatt" lautete. Im Schrifttum des 19. Jahrhunderts wird das Wappen nicht behandelt, in den neueren Dienstsiegeln erscheint die Katze fälschlich schwarz. Hupp wählte als Feldfarbe Rot, während unsere Wiedergabe die früheste überlieferte Tingierung Blau aufweist.

Neuerdings wird die Katze auch als Panther, dem Wappentier der Walpoten,
gedeutet (Dr. Konrad).